Wir sind auf der »Grünen Woche« in Berlin.


Beitrag der Magdeburg Volksstimme vom 26.01.2017

Bild Volksstimme Magdeburg


Currywurst für die Berliner

Magdeburger stellen auf der Grünen Woche Bewährtes und neue Ideen vor

Hunderttausende besuchen jährlich die Grüne Woche in Berlin. Die Stadt und Unternehmen aus Magdeburg sind mit von der Partie. Die Volksstimme ist mit einigen dieser Akteure ins Gespräch gekommen.


Berlin l Gestern ist Magdeburg auf der Grünen Woche groß herausgekommen. Das Programm in der Sachsen-Anhalt-Halle (23b) auf dem Messegelände am Funkturm drehte sich um die Landeshauptstadt. Auf der Bühne gab es eine Kochshow, in der Kaiser Otto, die Magdeburger Jungfrau, Oberbürgermeister Lutz Trümper und Magdeburg-Marketing-Chefin Sandra Yvonne Stieger Gehacktesstippe zubereiteten. Daneben gab es eine Autogrammstunde mit dem Boxer Robert Stieglitz, Traumschiff-Schauspielerin Jessica Boehrs sowie Ester Barone und Jenine Frotscher.

Aber es sind eben auch Magdeburger Unternehmen, die auf der traditionsreichen Messe mit weltweiter Bedeutung die Stadt repräsentieren. Die Volksstimme hat vier von ihnen besucht und nach dem Stand am Messestand gefragt.
Abtshof stellt seinen Luthertropfen vor

Der Magdeburger Abtshof hat am Stand der Stadt Magdeburg von Freitag bis gestern sich und seine Produkte vorgestellt. Helmut Mager präsentiert mit seinen Kollegen am Stand der Stadt Magdeburg den neuen Luthertrunk, der erst nach der Grünen Woche in den Handel kommt. Er erläutert: „Wir haben einen milden Kräuterschnaps mit einer malzigen Note entwickelt. Das soll ein wenig auf die Vorliebe Martin Luthers für das von Katharina von Bora für ihren Mann gebraute Bier verweisen.“ Auf der Messe geht es um den Kontakt zu den Verbrauchern, aber auch um den zu den Händlern. Und zu diesen seien die Gespräche vielversprechend gelaufen. Helmut Mager sieht in dem extra zum Lutherjubiläum entwickelten Erzeugnis ein Potenzial über die Grenzen der Region hinweg. Und das sei – angesichts der Fülle an Kräuterschnäpsen auf dem Markt – schon ein Erfolg. Bundesweit mit mehr als 50 Prozent Marktanteil ist das Magdeburger Unternehmen mit dem Absinth dabei. Hier geht es darum, die Marke zu pflegen und neue Ideen zu entwickeln. Zum Beispiel als Cocktail mit Maracuja, der auf der Grünen Woche ausgeschenkt wurde.
Messekontakte sorgen auch für Aufträge

Kritisch beäugt von den Berlinern werden gern einmal die Mitarbeiter vom Curry 54, die gemeinsam mit den Kollegen vom Elbeschaufelraddampfer Württemberg für die Versorgung von Gästen, Standbetreuern und VIPs in der Sachsen-Anhalt-Halle sorgen. Olaf Bernhardt vom Curry 54 sagt: „Wenn Berliner bei uns an den Stand kommen, dann sind viele von ihnen schon skeptisch: Ob Magdeburger überhaupt Currywurst zubereiten können.“ Immer wieder hatte der Unternehmer bei solchen Gelegenheiten angeboten, dass die Gäste nichts bezahlen müssen, wenn es ihnen nicht schmeckt. Er sagt: „Ich habe aber immer mein Geld bekommen.“

Neben den Würsten seien die Currysaucen in den verschiedenen Schärfegraden ausschlaggebend für den Erfolg. „Immer wieder bin ich erstaunt, dass am beliebtesten die ganz milde und die ganz scharfe Sauce sind.“ Regelmäßig müssen der Chef und seine Mitarbeiter allzu mutige Gäste bremsen und geben diesen erst einmal ein klein wenig von der extrascharfen Sauce zum kosten. Olaf Bernhardt beteuert aber: „Selbst bei den scharfen Saucen achte ich darauf, dass noch das Aroma zu schmecken ist.“ Die Grüne Woche bringt ihm neben dem Gespräch mit den Besuchern ebenfalls Kontakte: „Wir haben auf diese Weise schon Zuschläge für Aufträge bekommen, bei denen die Auftraggeber ohne diese Messe kaum auf uns aufmerksam geworden wären.“
Sudenburger pflegen die Tradition des Biers

Zum dritten Mal ist das Unternehmen mit dabei, schenkt an einem eigenen Stand Bier und Fassbrause aus. Sprecher ist Christof Hawerkamp. Er sagt: „Wir möchten unser Bier als das Bier etablieren, das die Menschen mit der Stadt Magdeburg verbinden.“ Das bedeutet aber eben auch: Beim hier angebotenen Bier handelt es sich um ein regionales Erzeugnis, das sich die aus Bremen, Dresden oder Hamburg stammenden Besucher nicht im Falle des Gefallens einfach beim Getränkehändler um die Ecke kaufen können. Christof Hawerkamp sagt: „Beispielsweise aus diesen Städten hatten wir aber inzwischen Anfragen. Und um solche Kontakte und die zu Handelsunternehmen zu knüpfen, ist die Grüne Woche eine gute Gelegenheit.“ In den kommenden Jahren gehe es erst einmal darum, regional zu wachsen. Neben der Pflege der ausgeklügelten Präsentation der künftig an der Brenneckestraße produzierten Getränke, geht es beispielsweise darum, in Gaststätten ausgeschenkt zu werden. Oder mit einer limitierten Sonderedition wie zuletzt dem Braunbier die Bierliebhaber zu überraschen. Christof Hawerkamp sagt: „Uns ist es jedenfalls gelungen, uns auch hier zwischen der Vielfalt an Angeboten einen Namen zu machen: Inzwischen kommen zum Beispiel Besucher aus Bayern gezielt an unseren Stand, da sie sich noch aus dem Vorjahr an unser Angebot erinnern können.“
Lemsdorfer Würste in Herzform zum Valentinstag

Für Völckes Hofladen ist eine Messe wie die Grüne Woche ein spannendes Umfeld. Sie erzeugen die Produkte in Lemsdorf und Umgebung und sind Direktvermarkter. Am Sonnabend und Sonntag präsentieren sie sich am Magdeburg-Stand in der Halle 23b. „Für uns werden solche Präsentationen sicher noch bedeutsamer, wenn unser Onlineshop fertiggestellt sein wird“, sagt Christian Völcke.

An neuen Produkten machen sie den Besuchern beispielsweise Salami mit großen Nussstücken schmackhaft. Marie Völcke sagt: „Auf Bestellung bieten wir auch Würste in Herzform an. Damit möchten wir Kunden zum Valentinstag erreichen.“

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